Praxisbeispiele

Nachhaltiges Management

Eckes-Granini, Nieder-Olm

Auf die von Greta Thunberg und Klimabewegungen wie Fridays for Future ausgelöste Klimadebatte hat die Bundesregierung im September 2019 mit einem umfassenden Klimaprogramm 2030 reagiert. Auch für Unternehmen bedeutet das ein Umdenken. Werte wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden zu zentralen Unternehmenszielen, noch viel stärker als in der Vergangenheit.

Die Eckes-Granini-Gruppe aus Nieder-Olm in Rheinhessen ist mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro und über 600 Mitarbeitenden nicht nur das größte Fruchtsaftunternehmen in Europa, sondern auch Vorreiter in Fragen der nachhaltigen Unternehmensführung. Ihre in Deutschland bekanntesten Marken sind granini und hohes C.

Das Unternehmen hat 2013 mit einem systematischen Nachhaltigkeitsmanagement gestartet. Im Rahmen einer sogenannten Agenda 2020 wurde Eckes-Grannini nach EMAS und ISO 14001 zertifiziert. Danach sind Nachhaltigkeits- und Umweltberichte Pflicht. Das von der EU entwickelte Öko-Audit Eco-Management and Audit Scheme ist für Organisationen gedacht, die mehr für die Umwelt tun möchten. Es geht damit über die Umweltmanagementnorm ISO 14001 hinaus. Eckes-Granini erreichte die Zertifizierung 2016 in allen Ländern.

  • Einkauf: Seitdem müssen auch alle Lieferanten gesetzte Standards für Soziales, Qualität und Umwelt erreichen. Bei schlechter Bewertung kann es auch zur Trennung von Lieferanten kommen.
  • Branchenstandards: Eckes-Granini hat auch die SGF mitgegründet, die Schutzgemeinschaft der Fruchtsaft-Industrie, die sich als Pionier industriellen Selbstkontrolle sieht. Der Verband setzt industrielle Qualitäts- und Sicherheitsstandards und setzt sich für einen sicheren und fairen Fruchtsaftmarkt ein. Verhindert werden soll auch Lebensmittelbetrug.
  • Verpackung: Eckes-Granini verwendet recycelten Kunststoff, reduziert das Gewicht und nutzt spezielle Beschichtungsverfahren.
  • Produktion: Der Strom basiert bei Eckes-Granini zu 100 Prozent auf Erneuerbare Energien. In der Logistik wurde der CO2-Ausstoß um 20 Prozent reduziert. Auch der Wasser- und Energieverbrauch wurde gesenkt.
  • Produkte: Neue Bio-Fruchtsäfte mit Früchten aus kontrolliert biologischem Anbau wurden eingeführt, z. B. hohes C BIO.
  • Unternehmenskultur: Die Nachhaltigkeitsstrategie von Eckes-Granini hat auch die Wahrnehmung und Sensibilität der Mitarbeitenden für dieses Thema positiv verändert. Auch das soziale Engagement der Belegschaft hat sich intensiviert.

Die bis 2020 laufende Umwelterklärung von Eckes wird sich verlängern bzw. erneuern. Schwerpunkte im neuen Umweltbericht sollen dann CO2-Themen sein.

Quellen: www.eckes-granini.com, IHK-Magazin Rheinhessen

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