Praxisbeispiele

Guerilla-Marketing und Top-Service

Swapfiets, Emsbüren, Niederlande

Wer träumt nicht davon, mit einfachen Mitteln und geringen Investitionen den Markt aufzurollen. Mit cleveren Guerilla-Marketing-Ideen ist das möglich. Fahrrad-Verleiher Swapfiets aus den Niederlanden ist ein gutes Best-Practice-Beispiel dafür.

Der blaue Reifen

Die Niederländer sind bekannt für Ihre „Hollandräder“, bequeme und wertig verarbeitete Fahrräder für flaches Gelände und Citylagen. 2014 hat sich in den Niederlanden das Startup Swapfiets aufgemacht, den Markt dafür mit digitalen Services im großen Stil aufzurollen. „Swapfiets“ heißt übersetzt „Tausch“ (engl.: Swap) und „Fiets“ (niederl.: Fahrrad). Die Idee ist, Fahrräder im Full-Service z. B. in Münster an Studierende zu günstigen Tarifen zu verleihen. Wenn etwas defekt ist, kommt jemand und tauscht das Fahrrad schnell und unkompliziert aus. Alles wird bequem über eine App abgewickelt.

So weit so gut. Der Service ist zeitgemäß und digitalisiert. Der Clou im Marketingkonzept von Swapfiets ist jedoch, dass alle Fahrräder einen blauen Vorderreifen haben. Die Wiedererkennung ist perfekt. Wenn man in Münster unterwegs ist, sieht man überall blaue Reifen. Das ist Guerilla-Marketing, Marketing zum Nulltarif. Muss man aber erst einmal darauf kommen.

Wachstum ohne Ende

Der Erfolg gibt den Machern von Swapfiets recht. Das Unternehmen ist in sechs Jahren zum führenden Anbieter von Micro-Mobility-Lösungen geworden. Über 200.000 Mitglieder (nicht Kunden!) nutzen Swapfiets bereits. In Deutschland gibt es Swapfiets seit 2018, mit mittlerweile 50.000 Mitgliedern, vornehmlich in Groß- und Studentenstädten.

Innovative nächste Schritte

Dabei soll es jedoch nicht bleiben. Der Markt für E-Mobilität verspricht weitere Wachstumsmöglichkeiten. E-Bikes, E-Roller und andere Elektrofahrzeuge sollen das Angebot demnächst ergänzen.

Quelle: www.swapfiets.com, www.swapfiets.de

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