Praxisbeispiele

Brain-Computer-Interfaces

Neuralink, USA

Neuralink ist eine weitere Aktivität von Tausendsassa Elon Musk. Bei diesem Unternehmen geht es um Brain-Machine-Interfaces, um die Kommunikation zwischen dem menschlichen Gehirn und Computern. Science Fiction pur.

Elon Musk auf allen Parties

Es ist der Traum vieler Tech-Freaks und wohl auch von Elon Musk, das menschliche Gehirn mit Maschinen, Rechnern und Robotern zu verbinden. Zu diesem Zweck hat der Multi-Unternehmer (u.a. Tesla, Space-X) 2016 Neuralink mit Sitz in San Francisco gegründet. Das Start-up beschäftigt in der Zwischenzeit rund 100 Mitarbeiter/innen und erhielt in einer neuen Finanzierungsrunde weiteres Kapital von 250 Mio. US-Dollar. Zu den Investoren gehört z. B. auch Google. Vermutlich sind auch das US-Militär und US-Geheimdienste über ihre Venture-Capital-Gesellschaften beteiligt, so wie das dem Vernehmen nach wohl auch schon bei Google und Facebook der Fall war.

Gedanken sind nicht mehr frei

Wie der Name "Neuralink" schon andeutet, geht es um neuronale Schnittstellen. Kurzfristig sollen mit den entwickelten Lösungen schwere Erkrankungen des Gehirns und des zentralen Nervensystems (z. B. Querschnittslähmungen) behandelt werden. Langfristig geht es aber um die Erweiterung des menschlichen Körpers. Von diesem sogenannten "Enhancement" schwärmt übrigens auch Klaus Schwab vom World Economic Forum in seinem Buch "Great Reset". Erreicht werden soll das durch winzige Chips im Gehirn und Künstlicher Intelligenz. Chips und Bots in Nanogröße (ein Millionstel Millimeter) sind technologisch in nicht allzu ferner Zukunft möglich. Aktuell liegt man bei 40-50 Nanometern. Die Technologie entwickelt sich dann zum Internet der Bodies.

Für viele ist das eine Horrorvorstellung. Ob die Gedanken dann noch frei sind, wie im bekannten deutschen Volkslied vielfach besungen, ist zweifelhaft. In einem ersten Schritt soll die Steuerung von Rechnern und Maschinen durch Gedanken weiter perfektioniert werden. Kritisch wird es aber, wenn Gedanken tatsächlich lesbar oder sogar beeinflussbar werden. Manche träumen auch von der digitalen Unsterblichkeit, wenn Menschen nach ihrem Tod maschinell weiterleben und ihre Persönlichkeit sozusagen vom Gehirn in die Cloud heruntergeladen wird. Der Weg von einer nützlichen medizinischen zu einer fraglichen transhumanistischen Anwendung ist dann nicht mehr weit. 

Website: https://neuralink.com 

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