Praxisbeispiele

KI, virtuelle Sensoren

Compredict, Darmstadt

Ohne Sensoren, die Daten sammeln, ist die Digitalisierung nicht denkbar. Das Startup COMPREDICT aus Darmstadt mischt diesen innovativen Teilmarkt nun mit neuen virtuellen Sensoren auf.

Wissenschaftstransfer

COMPREDICT wurde 2016 als Ausgründung der TU Darmstadt von Dr.-Ing. Rafael Fietzek und Dr.-Ing. Stéphane Foulard in Darmstadt gegründet. Das Unternehmen aus Südhessen bietet virtuelle Sensoren, die in Fahrzeugen besser als klassische Sensoren erkennen, wann z. B. Bremsen erneuert, Reifen gewechselt und Batterien aufgeladen werden müssen. Virtuelle Sensoren sind eigentlich auf Künstlicher Intelligenz basierende Algorithmen, die solche Erkenntnisse durch Abhängigkeitssimulationen von stellvertretenden Messgrößen wie Vibration, Temperatur, Straßenverhältnisse, Profiltiefe, Bremsbelagdicke und Fahrstil ermitteln.

Zudem ersetzen die virtuellen Sensoren von COMPREDICT die teuren Hardware-Sensoren. „Mit unseren Lösungen wird potenziell aus jedem Serienfahrzeug hinsichtlich der Datenqualität ein mit zusätzlicher Hardwaresensorik ausgestattetes Testfahrzeug“, so Rafael Fietzek in einer Pressemeldung des Unternehmens.

Zielgruppen

Virtuelle Sensoren sind nicht nur für die Automobilindustrie interessant. Auch Flottenbetreiber können damit ihre Fahrzeuge rechtzeitig an der richtigen Stelle warten, um teure Ausfallzeiten und Reparaturen zu vermeiden. Auch Versandhändler und Logistikunternehmen, die zunehmend auf Elektromobilität umstellen, profitieren von der verbesserten Reichweitenprognose. COMPREDICT misst dafür z. B. Echt-Fahrzeugdaten wie Gaspedalstellung, Fahrgeschwindigkeit und aktuelles Beladungsgewicht.

Cloud

COMPREDICT speichert alle Daten in der Cloud Azure von Microsoft. So wächst der Bestand an Erfahrungswerten und Nutzerprofilen kontinuierlich. Die Prognosegenauigkeit erhöht sich.

Website: https://compredict.ai

Copyright Text: www.best-practice-forum.de 

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