09.07.2019

Vorsorgealternativen für Unternehmer

Die Zukunft sicher gestalten

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Als Firmeninhaber/in sind Sie es gewohnt, unternehmerische Risiken einzugehen, die Sie vorher genau kalkuliert haben. Doch es gibt auch Risiken, die Sie nicht beeinflussen können. Was geschieht, wenn Sie plötzlich schwer erkranken und ausfallen? Oder wenn Sie vorzeitig in den Ruhestand gehen müssen? Dabei gilt: Risiken, die Sie nicht kalkulieren können, sollten Sie unbedingt absichern und auch frühzeitig damit beginnen, für eine Altersvorsorge zu sparen.

Altersvorsorge planen

Als Gesellschafter-Geschäftsführer/in sind Sie in der Regel von der Sozialversicherungspflicht befreit. Sie müssen selbst für Ihre Altersvorsorge aufkommen. Aber selbst wenn Sozialversicherungsplicht besteht, ergeben sich regelmäßig Versorgungslücken. Die rechnerische Höchstrente liegt derzeit bei rund 3.000 Euro im Monat. Doch die Realität sieht weit schlechter aus. Die Durchschnittrente nach 45 Berufsjahren beträgt gerade einmal 1.441,35 Euro (Stand 2018 nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung). Das reicht kaum für eine Basisabsicherung. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihre Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine ausreichende Altersvorsorge aufzubauen. Welche davon die Richtige ist, entscheiden eine Bedarfsplanung und Ihre persönlichen Wünsche.

Die Basisrente (auch Rürup-Rente genannt) ist für Selbstständige und Gutverdiener interessant. Sie bietet eine lebenslange Rentenzahlung, ist in der Ansparphase steuerbegünstigt, insolvenzsicher. Sie ist aber nicht vererbbar / verpfändbar.

Die betriebliche Altersvorsorge mit ihren fünf Durchführungswegen kommt auch für Gesellschafter-Geschäftsführer in Frage. Sie können Ihre Altersvorsorge über Ihr Unternehmen finanzieren und profitieren von Steuervorteilen. Bei Renteneintritt können Sie zwischen einer einmaligen Kapitalauszahlung oder einer monatlichen Rente wählen.  

Darüber hinaus gibt es viele weitere Formen, eine private Altersvorsorge aufzubauen. Eine Mischung verschiedener Anlageformen ist zu empfehlen. Bei der Wahl der Altersvorsorge sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wann und mit welchen Alterseinkünften möchten Sie in Rente gehen? 
  • Wünschen Sie ein Kapitalwahlrecht bei Renteneintritt (einmalige Kapitalauszahlung oder monatliche Rente)?
  • Wie wichtig sind Garantien und Sicherheit statt höherer Renditen und den damit verbundenen Risiken?
  • Was ist mit der Vererbbarkeit der Ansprüche?
  • Wie ist das Kapital im Falle einer Insolvenz geschützt?  
  • Möchten Sie Steuervorteile nutzen?

Berufsunfähigkeit

Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist die wichtigste Vorsorge für Unternehmer/innen. Schließlich muss jeder vierte Beschäftigte wegen Krankheit vorzeitig seinen Beruf aufgeben. Und wer bezahlt Ihr Gehalt, wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können? Vom Staat erhalten Sie nur einen Bruchteil Ihres bisherigen Einkommens. Das auch nur dann, wenn Sie sich nicht von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit haben. Mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung schützen Sie sich vor den finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit. Im Versicherungsfall erhalten Sie bis zu einem bestimmten Alter monatlich eine Rente, die an ein vorher vereinbartes Einkommen gekoppelt ist.

Hinterbliebenenabsicherung

Der Staat sorgt nur beschränkt für die Hinterbliebenen. Stirbt der Hauptverdiener, erhalten sie nur dann eine staatliche Rente, wenn der Verstorbene gesetzlich versichert war. Daher ist es für Unternehmer/innen wichtig, im Todesfall den Hinterbliebenen ein Finanzpolster zu hinterlassen, damit sie z. B. Hypothekendarlehen ablösen können. Dafür ist die Risikolebensversicherung geeignet.

Unsere Experten beraten Sie gerne und entwickeln mit Ihnen gemeinsam Ihr persönliches Vorsorgekonzept.

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Jörg Kemminer
Prokurist / Direktor Firmenkundenbetreuung
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