30.01.2019

Ökostrom für den Mittelstand

Nachhaltige Unternehmensführung

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Ökostrom wird immer beliebter. Im vergangenen Jahr erreichte Strom aus erneuerbarer Energie erstmals die 40-Prozent-Marke. Bei Privathaushalten erfreut sich Ökostrom schon lange großer Beliebtheit. Politisch gefördert sind z. B. viele Hauseigentümer zu Produzenten von Solarstrom geworden. Nun steigen auch Unternehmen zunehmend auf Ökostrom um, auch weil das Thema „Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung“ immer wichtiger wird.

Fakten rund um Ökostrom

  • Als Ökostrom (auch Naturstrom) bezeichnet man elektrische Energie aus erneuerbaren Energiequellen. Als erneuerbar gelten die Energiequellen, die unendlich verfügbar sind oder aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen werden. Der Strom wird also nicht aus Kernkraft oder der Verbrennung fossiler Energieträger wie z.B. Steinkohle oder Braunkohle hergestellt. Zu den erneuerbaren Energiequellen zählen vor allem Sonnenergie, Windenergie, Wasserkraft und Biomasse.
  • Nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hat der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch in 2018 erstmals 40 Prozent erreicht. Im Jahr 2018 wurden insgesamt 219 TWh  Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt. Den größten Zuwachs mit 16 Prozent erzielte die Sonnenenergie. Die deutschen Photovoltaikanlagen speisten 2018 etwa 45,7 TWh ins öffentliche Netz ein. Die Windenergie wurde kräftig ausgebaut und produzierte 2018 ca. 111 TWh. Die Wasserkraft war aufgrund des extrem trockenen Sommers mit einer Stromerzeugung von nur mit 17 TWh niedriger als im Vorjahr. Die Biomasse lag mit ca. 44,8 TWh genau auf Vorjahresniveau.
  • Ökostrom stammt zumeist aus dem Ausland. Der mit Wasserkraft produzierte Strom kommt häufig aus Ländern mit wasserreichen Gebirgsregionen wie z. B. Österreich, Schweiz oder Norwegen. Der Handel von Ökostrom erfolgt entweder über Strombörsen oder direkt mit Handelshäusern, die sich auf Ökostrom spezialisiert haben.
  • Für Ökostrom gibt es verschiedene Gütesiegel, wie z.B. OK-Power oder Grüner Strom Label (GSL), welche einen Hinweis auf die Qualität oder Herkunft und somit auch auf den Preis liefern.

Nachhaltigkeit hat ihren Preis

Die noch höheren Preise für Ökostrom resultieren daraus, dass die meisten Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in der Herstellung noch teurer sind als konventionelle Kraftwerke. Andererseits werden in Deutschland durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz Mindestpreise für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien garantiert. Es ist aber davon auszugehen, dass in Zukunft auch dieser Strom ohne Subventionen wirtschaftlich erzeugt werden kann, denn durch technische Weiterentwicklungen werden die Anlagen immer effizienter, so dass die Kosten für Ökostrom langfristig sinken könnten.

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