04.03.2018

Smarte Teams

Erfolgsfaktoren für den digitalen Wandel

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In einer digitalen Welt haben zunehmend die Softwareingenieure das Sagen. Sie sind nach Auffassung von Google die smarten Kreativen in einer Welt des Internets der Dinge, Apps und Plattformen. Mit einer einfachen Aufwertung der klassischen IT-Abteilung ist es jedoch nicht getan. IT-Experten, die neue kreative Produkte entwickeln sollen, sind aus einem anderen Holz geschnitzt als die klassischen EDV-Leute, die in Unternehmen Netzwerke, Telefonanlagen oder ERP-Systeme betreuen. Wenn Sie Ihr Unternehmen digitalisieren möchten, dann setzen Sie auf smarte Teams.

Nur die Besten akzeptieren

Die Google Gründer Larry Page und Sergey Brin geben sich nicht mit Mittelmäßigkeit zufrieden. Ihr Weltbild beruht darauf, dass nur Top-Leute („A-Typen“) auch Top-Leute einstellen, weil nur sie sich gegenseitig zu Höchstleistungen bringen können. „B-Typen“ stellen dagegen maximal „C-Typen“ ein, damit sie sich immer überlegen fühlen können. „C-Typen“ stellen dann nur „D-Typen“ ein und schon rutscht die gesamte Organisation schleichend in die Mittelmäßigkeit. Diese extrem elitär und darwinistisch klingende Sichtweise ist nicht jedermanns Sache. Sie ist aber einer der Gründe für die Dominanz der US-amerikanischen Unternehmen aus der Technik- und Internetwelt.

Teamgröße

Wenn Sie smarte Kreative in Ihrem Unternehmen an Bord haben, dann geht es an die Teamzusammenstellung. Zu große Teams sind meist lähmend und kontraproduktiv. Innovationen für die digitale Welt werden dort wohl höchst selten entwickelt. Für Jeff Bezos ist die optimale Teamgröße in seiner bildlichen Beschreibung so, dass alle Teammitglieder von einer Pizza satt werden. Kleine Teams aus unterschiedlichen Disziplinen sind tatsächlich meist am effizientesten.

Weitere Team-Erfolgsfaktoren

  • Aber nicht nur die Teamgröße ist entscheidend, sondern auch, wo und wie Teamsitzungen ablaufen. Manche schwören auf Besprechungen im Stehen und verzichten auf PowerPoint. Beim Design Thinking ist ein kreatives Ambiente erforderlich, um auch die vielen gelben Zettel mit den Ideen unterzubringen.
  • Smarte Kreative mögen Freiheiten. Arbeitstage von neun bis fünf und mit Stechuhr sind für sie Relikte einer alten Büro- und Industriewelt. Die junge kreative Generation möchte vermehrt selbst entscheiden, wann, wo und wie lange sie arbeitet. Es gibt daher Unternehmen, die Arbeitszeit- und sogar Urlaubsregelungen komplett abschaffen. Was allein zählt sind Leistungen und Ergebnisse. In vielen deutschen Unternehmen ist diese individualisierte Sichtweise leider ebenso verpönt wie Querdenker. Was aus der Norm fällt, ist noch zu selten erwünscht.
  • Zu den Freiheiten gehört auch, dass Mitarbeiter keine Angst vor Fehlern und Bestrafung haben. Die Kultur des Scheiterns ist im Silicon Valley stark ausgeprägt. Dort herrscht die Auffassung, dass Fehler weitere Schritte zur Perfektion sind. Demgegenüber wurde in deutschen Produktionsunternehmen jahrzehntelang die frühere japanische Null-Fehler-Kultur gepredigt und umgesetzt. Bei Google darf jeder Ideen haben, auch wenn sie andere Abteilungen und Bereiche betreffen. Es besteht dort sogar die Pflicht zum Widerspruch.

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