Sind Flugautos die Zukunft im Straßenverkehr?

Smart Mobility

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Sebastian Thrun, der frühere Chef von Google-Car und Digitalpabst, ging kürzlich mit einer kühnen Vision an die Öffentlichkeit. Er sagte voraus, dass von jedem leicht zu steuernde Flugautos die Zukunft der Mobilität seien. Diese Vision ist nicht ganz uneigennützig, ist er doch zusammen mit Google-Gründer Larry Page am US-Unternehmen Kitty Hwak beteiligt, das Flugautos entwickeln. Wie auch immer die Sache ausgehen wird, Änderungen kommen, jeder spürt es. Die deutschen Straßen werden immer voller. Über 55 Millionen Kraftfahrzeuge sind in Deutschland gemeldet. Der LKW-Verkehr wächst durch das Online-Shoppen so sehr, dass die LKW-Fahrer um nächtliche Parkmöglichkeiten auf den Autobahnraststätten kämpfen. Gleichzeitig erfreuen sich neue Mobilitätslösungen wie Car Sharing vor allem in Großstädten wachsender Beliebtheit. Was steckt hinter dem großen Begriff von Smart Mobility?

Smarte Mobilität

„Smart“ steht im Kontext der Digitalisierung für innovativere, autonomere, bequemere, schnellere, preiswertere und vor allem stark vernetztere Lösungen in allen Lebensbereichen. Digitale Innovationen verdrängen alte Technologien, schaffen neue Geschäftsmodelle und verändern damit ganze Branchen. Die aktuelle Diskussion um die Verdrängung des Verbrennungsmotors durch Elektrofahrzeuge mit dem Kampf von David (Tesla) gegen Goliath (die klassische Automobilindustrie) ist nur die Spitze des Eisbergs.

Autonomes Fahren

Bis auf deutschen Straßen nur noch autonom fahrende Autos ohne Fahrer und Lenker unterwegs sind, werden wohl noch Jahrzehnte vergehen. Aber, wir befinden uns am Anfang einer langen Übergangszeit. Prototypen werden auf eigenen Strecken getestet. Bereits heute sind die Autos mit einer leistungsstarken Bordelektronik ausgestattet. Die Spitzenmodelle und Sondereditionen deutscher Autokonzerne ähneln schon rollenden iPhones. Aber es fehlt noch an der nötigen Vernetzung und Infrastruktur und der Lösung von rechtlichen und ethischen Fragen.

Car Sharing

In Großstädten haben immer weniger Menschen ein eigenes Auto. Es fehlen dafür zunehmend nicht nur die finanziellen Mittel und Parkmöglichkeiten. Es liegt auch im gesellschaftlichen Trend. Teilen statt Besitzen ist in. Auch Unternehmen in Ballungszentren setzen auf Car Sharing. Alle Autokonzerne und Autovermieter richten daher ihre Angebote zum Teil auch in Kooperationen auf diesen Trend aus.

Über neue digitale Plattformen wie Turo können Privatpersonen jetzt auch ihre Privatautos zeitweise an andere vermieten. Turo ist so etwas wie Airbnb im Mobilitätsmarkt. Daimler hat sich an diesem US-Anbieter beteiligt. 

Neue Fahrdienste

Die Taxi-Branche ist weltweit in Aufruhr. Konnte der aggressiv auftretende Fahrdienst Uber durch die Gerichte noch in seine Schranken verwiesen werden, drängen deutsche Autokonzerne mit eigenen Apps und Startup-Beteiligungen (z. B. mytaxi) in den verschlafenen Markt der Fahrdienste ein. Futuristen denken aber schon viel weiter und sehen in einer Welt der autonomen Fahrzeuge auch solche Szenarien:

  • Autonome und führerlose Auto-Taxis fahren scheinbar ziellos durch deutsche Großstädte, werden durch Algorithmen und Supercomputer gesteuert, können durch Apps angefordert werden und suchen sich eigenständig den optimalen Fahrweg.
  • Flug-Taxis entlasten die Straßen. Anbieter wie Volocopter, Lilium oder Terrafugia arbeiten mit Hochdruck an diesen Drohnenvarianten.
  • Neue unterirdische oder Etagen über Straßen fahrende Busse und Bahnen runden das Verkehrsbild der Zukunft ab.

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