Zahlungsausfälle vermeiden

Forderungsmanagement in der Krise

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Viele Unternehmen gewähren ihren Kunden Zahlungsziele und werden somit zum Kreditgeber. Problematisch wird diese Praxis in der Corona-Krise, die viele Unternehmen in ihrer Existenz bedroht. Wer gut durch die Krise kommen will, der muss nicht nur seine Produkte und Dienstleistungen verkaufen, sondern auch dafür sorgen, dass die Kunden rechtzeitig bezahlen.  

Checkliste für Ihr Forderungsmanagement

  • Bonitätsprüfung: In der Corona-Krise ist es besonders wichtig, dass Sie regelmäßig die Bonität Ihrer Kunden prüfen. Zur Vorbeugung ist es hilfreich, Bonitätsauskünfte und Bilanzinformationen einzuholen. Das gilt auch für langjährige Kunden. Die im vergangenen Jahr ausgesetzte Insolvenzantragspflicht birgt die Gefahr, dass viele Unternehmen derzeit künstlich am Leben gehalten werden und das Insolvenzrisiko steigt, wenn im Herbst die staatlichen Hilfsprogramme auslaufen.  
  • Kreditlimits prüfen: Teilen Sie Bestandskunden im Rahmen eines Scorings in Bonitätsstufen ein und räumen Sie Lieferantenkreditlimits ein. Dabei erhalten Kunden mit schlechter Bonität keinen Kredit.
  • Kunden im Blick behalten: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Gerade jetzt sollten Sie stets das Geschäfts- und Zahlungsverhalten Ihrer Kunden im Auge behalten. Oft gibt es frühzeitig Indizien für eine finanzielle Schieflage. Um das Risiko zu streuen, empfiehlt es sich, das anteilige Auftragsvolumen pro Kunde zu begrenzen. 10 % ist ein vorsichtiger Orientierungswert.
  • Vertrag: Erbringen Sie nur Leistungen, wenn ein entsprechender Vertrag zugrunde liegt. Aus Beweisgründen sollten Sie den Vertrag schriftlich abschließen.
  • Liquidität planen: Cash is King – das gilt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch mehr. Sorgen Sie für ausreichend Liquidität. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Finanzplanung Zahlungsverzögerungen und Zahlungsausfälle.  
  • Alternative Finanzierungsmöglichkeiten: Ziehen Sie alternative Finanzierungsmodelle wie den Verkauf von Forderung an einen Factoring-Anbieter in Betracht. Damit sichern Sie Ihre Liquidität und entlasten Ihr Debitorenmanagement.   
  • Rechnung unverzüglich schreiben: Schreiben Sie die Rechnung direkt nach der Leistungserbringung. Räumen Sie ggfs. Skonto ein, um die Zahlung zu beschleunigen. Setzen Sie ein konkretes Zahlungsziel (z. B. zahlbar bis zum 31.05.2021).
  • Zügig mahnen: Scheuen Sie sich nicht, bei Zahlungsverzug Ihre Kunden anzumahnen. Erfahrungsgemäß zahlen die meisten Kunden bereits nach der ersten Mahnung. Sichern Sie Ihre Forderungen ggfs. mit einer Warenkreditversicherung ab. Bei wiederholtem Zahlungsverzug ist Vorkasse eine probates Zahlungsmethode. Im Zweifel sollten Sie sich von Kunden trennen, die immer wieder in Verzug geraten.

Creditreform kann viel für Sie tun. Als externer Inkasso-Partner übernimmt Creditreform für Sie das Forderungsmanagement, wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und eigener Beitreibungsversuchen Ihre Rechnungen unbezahlt geblieben sind.

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