Neue Corona-Sonderumfrage

Mittelstand unzufrieden

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Nach einer aktuellen Studie der genossenschaftlichen DZ BANK stellen mittelständische Unternehmen der deutschen Corona-Politik ein schlechtes Zeugnis aus. Die Unzufriedenheit ist besonders groß beim Impfmanagement der Bundesregierung, der Auszahlung von Fördermitteln und der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern. Weitere Kritikpunkte sind der wachsende Aufwand der Bürokratie im Zusammenhang mit der Beantragung von Corona-Hilfen und den Maßnahmen wie Schnelltests. Hier die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Studiendesign

Im Auftrag der DZ BANK hat das Meinungsforschungsinstitut nhi2 im März dieses Jahres 1.000 mittelständische Unternehmen befragt. Das ist bereits die dritte Sonderumfrage seit Ausbruch der Corona-Krise.

Gesamtnote

Nur 15 Prozent der Befragten sind auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 mit der Reaktion der Bundesregierung auf die Herausforderungen der Corona-Krise zufrieden (2) und sehr zufrieden (1). 33 Prozent geben ein „befriedigend“, 25 Prozent ein „ausreichend“, 15 Prozent ein „mangelhaft“ und 10 Prozent ein „ungenügend“. Das Ergebnis verwundert nicht, anders als Konzerne wie Lufthansa und TUI mit ihren milliardenschweren Staatshilfen leidet der Mittelstand besonders.

Impfmanagement

Noch deutlicher ist die Meinung der Mittelständler beim Impfmanagement der Bundesregierung. 60 Prozent der Probanden geben der Politik die Noten 5 und 6. Nur 3 Prozent sind mit der gebotenen Performance zufrieden.

Corona-Hilfen

Den Umfang der Corona-Hilfspakete bewerten die befragten Mittelständler mit durchschnittlich 3,5. Bei den kleinen Unternehmen unter 5 Mio. Euro Umsatz ist der Wert mit 3,8 am schlechtesten und bei den großen über 50 Mio. Euro Umsatz mit 3,3 am besten. Bei der Schnelligkeit der Auszahlung liegt die Durchschnittsnote bei 4,3. Die Unterscheidung zwischen großen und kleinen Unternehmen ist dabei marginal. Mit 4,1 bewerten die Befragten die Einfachheit der Gewährung und Beantragung der Hilfen ähnlich schlecht. Von dem von Bundesfinanzminister Olaf Scholz groß angekündigten „Wumms“ ist also nicht viel geblieben.

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Schnelltests

Vom Nutzen der regelmäßigen Schnelltests für das eigene Unternehmen sind die Mittelständler mit einem Durchschnittswert von 3,3 auch nur mittelmäßig überzeugt. Bei den kleinen Unternehmen beträgt der Wert nur 3,6.

Auswirkungen

Die Corona-Krise hat nach wie vor große Auswirkungen auf den Mittelstand. Die Einführung von Hygienerichtlinien (84 Prozent), Homeoffice (74 Prozent), Kurzarbeit (45 Prozent) und Umstrukturierungen von Schichten und Plätzen (45 Prozent) haben dabei die größte Bedeutung. Entlassungen sind dagegen für nur 14 Prozent relevant, Schließung einzelner Unternehmensbereiche für 12 Prozent und Betriebsschließungen für nur 8 Prozent.

Neuausrichtung

Die Corona-Krise zwingt viele Unternehmen nicht nur ihre Arbeitsprozesse neu auszurichten, sondern auch ihre Produktion und ihre gesamten Unternehmensaktivitäten. Immerhin 20 Prozent gaben das freimütig an.

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