Büroarbeit nach Corona

New Work

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Vor Corona war das Schlagwort vom New Work in aller Munde. Gemeint waren damit vor allem die bunten Großraumbüros von Google & Co. Der Lockdown hat die Lage mit der Ausweitung von Homeoffice jedoch verändert. Wie sieht nun die Zukunft aus, wenn die Öffnungen und Lockerungen weiter voranschreiten?

Die Digitalisierung schreitet voran

Um diese Frage zu beantworten, ist ein Blick auf die Digitalisierung in Büros notwendig. Denn was wohl eher selten passieren wird, dass jeder wieder ohne Änderungen zu seinem Arbeitsplatz zurückkehrt und alles wieder wie vorher wird. Künstliche Intelligenz und Roboter werden in den nächsten Jahren die Routineprozesse in der Verwaltung übernehmen und die Zahl der Sachbearbeiter weiter reduzieren. Das muss schon jetzt bei der Raumplanung berücksichtigt werden. Bleiben werden zunächst die Kreativjobs.

Hinzu kommt die verbesserte Technologie, um Homeoffice als Standard zu etablieren. Es wird sich ein Mix aus Homeoffice und Präsenzarbeit durchsetzen, wobei dann nicht jeder im Büro einen eigenen Arbeitsplatz haben wird. Software wird die Arbeitsplatzplanung erleichtern. Die Arbeitsplatzkosten werden auch durch Verlagerung der Büros in die verkehrsgünstige Peripherie gesenkt.

Herausforderungen für Unternehmen

Auch die Zeiten der bunten Spielzimmer der Technologieriesen aus dem Silicon Valley geht wohl vorbei. Die waren ohnehin eher für die Außenwirkung als für die Mitarbeiter/innen. Die Unternehmen wollten damit signalisieren, dass sie modern, innovativ und avantgardistisch sind. Nach Corona wird es nach Meinung vieler Experten ernsthafter und wieder funktionaler werden. Naturmaterialien, Gesundheit und Hygiene werden für das Bürodesign wichtiger. Büros werden zu Treffpunkten für Teambesprechungen und Projektsitzungen. Die Phase des Lockdowns hat gezeigt, dass in Videokonferenzen kein emotionaler Funken überspringt. Gestik, Mimik, Blickkontakt und körperliches Interagieren sind für Kreativsitzungen unentbehrlich.

Anforderungen an Büros

Diese und weitere Entwicklungen haben Auswirkungen auf die Architektur und Inneneinrichtung von neuen modernen Büros.

  • Großräume: Durch Abstandsgebote könnten Einzelbüros z. B. innerhalb von offenen Glaswelten wieder populärer werden.
  • Multifunktionalität: Um Kosten zu sparen, werden Räume flexibel nutzbar. Empfangshallen können zu Event-Locations umgebaut werden. In Besprechungsräumen können z. B. acht Teams mit je drei Personen oder drei Teams mit je acht Personen arbeiten.
  • Treffpunkte: Küchen, Cafeterien oder Spielräume sollen den Austausch von Ideen zwischen allen Mitarbeitern weiterhin fördern.
  •  Ruhe: Abgetrennte Zonen oder Kabinen werden auch zukünftig genutzt, um zu telefonieren, vertrauliche Gespräche zu führen oder eine Kreativpause einzulegen.
  • Work-Life: Um die Vereinbarkeit zwischen Beruf und dem Privatleben zu ermöglichen, sind Home-Offices im Kommen, aber auch die betriebliche Kinderbetreuung.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass das Bürodesign die Marke und Kultur Ihres Unternehmens widerspiegelt und einen Wohlfühlfaktor erzeugt.

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