Nachholbedarf bei Verkäufen und Ladensäulen

Push für Elektromobilität

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Bei der Durchsetzung der hehren Klimaziele soll die E-Mobilität eine große Rolle spielen. Mit aller Macht und viel Geld versucht die Bundesregierung daher, E-Autos in den Markt zu drücken. Doch die Bürger/innen zieren sich. Die Verkaufszahlen steigen, sind aber noch ausbaufähig, und die Ladesäuleninfrastruktur ist aktuell noch löchrig wie ein Schweizer Käse.

Aktuelle Zahlen zur E-Mobilität

Von Januar bis Juni 2021 wurden in Deutschland rund 1,4 Mio. PKWs neu zugelassen. Davon sind knapp 150.000 Elektroautos, also mehr als 10 Prozent. Der VW UP liegt mit 15.471 verkauften Autos an der Spitze, gefolgt von Tesla mit 13.719 Verkäufen. Für den einen ist das viel, für den anderen eher wenig.

Massive Förderprogramme

Treiber der Verkaufszahlen sind auf jeden Fall die massiven Förderprogramme der Bundesregierung. Der Umweltbonus beträgt für den Kauf oder mindestens einem 24-Monate-Leasing von reinen Elektroautos 6.000 Euro und für Hybridfahrzeuge 4.500 Euro, wenn der Nettolistenpreis unter 40.000 Euro liegt. Kostet das Auto mehr als 40.000 Euro, so reduziert sich die Förderung auf 5.000 Euro und 3.750 Euro. Hinzu kommen eine zehnjährige Steuerbefreiung von E-Autos und eine Halbierung des Listenpreises für die Berechnung des geldwerten Vorteils von Dienstfahrzeugen.

Wachstumshemmnisse beseitigen

Gleichwohl tut sich die breite Masse und viele Unternehmen noch schwer mit E-Autos. Die Umweltprämie ist gut und schön, aber dafür sind die Verkaufspreise der Elektroautos höher. Auch befürchten viele den Wertverlust von E-Autos, weil die Batterietechnologie schnell voranschreitet und das eigene Fahrzeug dann alt aussehen lässt.

Schließlich ist die Mehrheit noch immer nicht von der Nachhaltigkeit von E-Autos überzeugt. Der Bau von Batterien erfordert seltene Rohstoffe und viel CO2, und die Entsorgung alter Batterien wird auch nicht klimaneutral zu erledigen sein.

Gründe für den noch zu geringen Marktanteil von E-Autos bestehen sicherlich auch darin, dass die Reichweite noch zu gering ist und eine flächige Ladesäulen-Infrastruktur fehlt.

Ladensäulen-Infrastruktur

Stand heute gibt es in Deutschland nach Angaben der Bundenetzagentur rund 45.000 öffentliche Ladepunkte, davon jedoch nur 4.400 Schnellladestationen und 2.000 High Power Charger (HPC). Die Förderanreize der Politik greifen noch nicht richtig. Von den 2017 im Bundesförderprogramm für öffentliche Ladeinfrastruktur bereitgestellten 300 Millionen Euro sind zwar 246 Mio. Euro bewilligt, aber erst 30 Mio. ausgezahlt. Die Bundesregierung legt daher noch einmal nach. Mit einem neuen Förderprogramm von 500 Mio. Euro sollen bis 2025 vor allem Schnellladesäulen gefördert werden. Zusätzlich werden 2 Mrd. Euro für ein Deutschlandnetz bereitgestellt. Doch ohne private Initiative wird es nicht gehen.

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