Risikomanagement schützt Ihr Unternehmen

Top 10 Risiken im Mittelstand

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Jede unternehmerische Tätigkeit ist mit Risiken verbunden. Zwar sind viele Unternehmen darin erprobt, zwischen Chancen und Risiken abzuwägen. Doch die Corona-Krise stellt eine ganz besondere Herausforderung dar. Eine neue Studie zeigt auf, wo der Mittelstand die größten Gefahren derzeit sieht.

Top-10 Geschäftsrisiken

Das Mittelstandsbarometer 2021 wurde vom Statista Research Department veröffentlicht. Nach Ansicht der befragten Unternehmen lauern die zehn größten Gefahren in folgenden Bereichen:

  • Fachkräftemangel: 54 %
  • Schwache Konjunkturentwicklung im Inland: 51 %
  • Hackerangriffe: 50 %
  • Zunehmender Wettbewerb: 40 %
  • Entwicklung der Rohstoffpreise: 28 %
  • Hohe Energiepreise: 27 %
  • Industriespionage: 27 %
  • Inflation: 16 %
  • Geopolitische Spannungen: 12 %
  • Schwieriger Zugang zu Finanzmitteln: 11 %

Risikoarten

Da in jedem Unternehmen die Risiken anders gelagert sind, sollten Sie sich im ersten Schritt ein Bild über die möglichen Risiken in Ihrem Unternehmen machen.

  • Strategische Risiken: Welche Bedrohungen Ihres derzeitigen Geschäftsmodells gibt es? Vor allem die Digitalisierung führt dazu, dass viele Unternehmen plötzlich von cleveren Start-ups attackiert werden. Um Innovationen voranzutreiben, benötigen Unternehmen gut ausgebildete Fachkräfte, die derzeit vielfach fehlen.  
  • Marktrisiken: Schwanken die Nachfrage und Preise auf Ihren Absatz- und Beschaffungsmärkten? Wie stabil sind Ihre Kunden- und Lieferantenbeziehungen? Wie gut halten Ihre Lieferketten?
  • Politische Risiken: Gibt es gesetzliche Risiken in Ihrer Branche (Verbote von Produkten und Dienstleistungen)? Die Energiewende hat z. B. enorme Negativwirkungen auf die Produktionsunternehmen, da die Energiepreise in den letzten Monaten enorm gestiegen sind.
  • Finanzrisiken: Hierzu gehören z. B. Risiken von Forderungsausfällen, Illiquidität und das Versiegen von Finanzierungsquellen. Wie ist Ihre eigene finanzielle Situation? Wie gut geht es Ihren Kunden und Lieferanten?
  • Rechtliche Risiken: Sowohl Unternehmen als auch deren Organe (Vorstände, Geschäftsführer) sind mit erheblichen Haftungsrisiken konfrontiert.
  • Operative Risiken: Beste Beispiele hierfür sind Betriebsunterbrechungen durch technische Probleme, gestörte Lieferketten, hohe Krankenstände, Einbruch oder Diebstahl.
  • IT-Risiken: Je stärker die Digitalisierung in den Unternehmen voranschreitet, desto gefährlicher können die Risiken von Datenverlusten und Hackerangriffen auf die IT-Infrastruktur werden. Mit der Verbreitung von Homeoffice hat die Gefahr zugenommen.

Risikobewertung

Verschaffen Sie sich danach eine Vorstellung, welche Risiken prioritär zu sichern sind und welches Risikopotenzial in Euro besteht. Dazu gibt es auch versicherungsmathematische Bewertungsverfahren.

Risikoabsicherung

  • Eigenkapital: Man kann es nicht oft genug betonen, dass eine komfortable Eigenkapitalausstattung ein zentraler Risikopuffer ist. Die Aufnahme von frischem Eigenkapital über neue Gesellschafter und Investoren kann ein Weg sein.
  • Prävention: Schulen Sie Ihre Mitarbeiter, damit sie ein höheres Risikobewusstsein bekommen und wissen, wie sie bekannte Risiken minimieren können. Klare Prozessbeschreibungen, die nicht nur in Handbüchern stehen, sondern auch von allen gelebt werden, sorgen für Routinen und ein einheitliches Verständnis.
  • Versicherungen: Gegen die wichtigsten existenzgefährdenden Risiken im Unternehmen wie z. B. Betriebsunterbrechungen oder Managerhaftung sollten Sie sich ausreichend versichern lassen.

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29.11.2022

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